Naturforscher

Viele Reptilien schwimmen im Nil,
doch mein liebstes ist das Krokodil,
die majestätische Gestalt,
erweckt Ehrfurcht und macht Blut kalt.
 
Kein Tier ihm gleich und ebenbürtig,
so göttlich und des Auges würdig,
nur Lobpreis zollt ihm den Respekt,
jeder ist froh, wenn er’s entdeckt.
 
Auf den elysischen Gefilden,
wo Krokodilstränen Träume bilden,
gleich Mutters Schoß, so voller Wonne,
man will nie weg, es scheint die Sonne.
 
Das Erwachen schmerzvoll schwer,
der Kopf wird klar, doch Herz will mehr,
nüchterner Blick, es stirbt die Freude,
ich bin nur eine weit’re Beute.
 
Leise fließen meine Tränen,
leidvoll singen meine Venen,
alles stirbt im Zeitenlauf,
das Krokodil: es frisst mich auf.
 
Aufgekocht,
abgebunden,
reingespritzt,
den Schmerz verwundet.
 
Aufgekocht,
abgebunden,
reingespritzt,
der Schmerz verschwunden.