Jäger

Mal wieder bin ich auf der Pirsch,
zu jagen einen weißen Hirsch,
ich laufe einsam durch die Straßen,
will Sinneslust mit Händen fassen.
 
Der Großstadtdschungel mein Revier,
ein Sündenpfuhl für Mensch und Tier,
bei Abendrot, im Dämmerlicht,
das Verlangen immer zu mir spricht.
 
Das Ziel im Blick, die Falle steht,
die Lust am Jagen nie vergeht,
Äpfel wecken stets Begier,
komm‘ her, oh Fräulein, find‘ sie hier.
 
Das Stilett im Lichte blitzt,
die Kehle wird schnell aufgeschlitzt,
das Blut, es läuft raus wie in Strömen,
dem Laster muss ich ständig frönen.
 
Erneut ist gute Tat vollbracht,
hab‘ schon fünf Dirnen umgebracht,
an Seelenfrieden werd‘ ich reich,
wenn die Seele aus dem Körper weicht.